Der fast beste Apfelstrudel ever und ein Giveaway!

Apfelstrudel

Manche Mehlspeisen hat man in den Genen. Die mag man einfach. Das ist einfach so. So wie bei mir der Apfelstrudel. Vielleicht, weil ich aus Österreich komme. Vielleicht, weil meine Mama den schon immer so gerne mochte. Oder weil meine Oma den weltallerbesten Apfelstrudel gemacht hat. Der hieß dann allerdings- und eigentlich heißt jeder Apfelstrudel (außer der ausgezogene) bei uns – Apfelschlangerl. Wie ich festgestellt habe, ist Apfelschlangerl Weiterlesen

Ganz großes Kino: {Vanille-Joghurt-Mousse mit Früchten und Keksstückchen}

Vanille Joghurt Mousse

Vanille Joghurt MousseWenn man – so wie ich – berufsbedingt sehr viel auf Reisen ist und die Arbeit einen sehr großen Teil des Lebens beansprucht, stellt man sich irgendwann die Frage, ob man nicht etwas verpasst. Etwas verpasst im “richtigen” Leben, in dem Teil, in dem das Leben meiner Familie und Freunde weitergeht, während ich irgendwo in der Welt unterwegs bin.

Vanille Joghurt MousseVanille Joghurt Mousse

Und natürlich ist es so, dass man Dinge verpasst, z.B. den Geburtstag meiner Mama im letzten Monat oder einfach auch den Alltag. Morgens im Pyjama und der Lieblingsstrickjacke eine Viertelstunde auf dem Balkon sitzen und Tee trinken, Porridge zum Frühstück kochen und dabei Radio hören und laut mitsingen. Die Freundin auf einen Kaffee treffen oder an den Pflänzchen auf dem Balkon herumzupfen.

Vanille Joghurt Mousse

Vanille Joghurt Mousse

Alles total normal eigentlich und für mich trotzdem ganz besonders, weil ich die Dinge nicht immer dann tun kann, wenn ich gerade Lust dazu habe.
Und ich habe gelernt, mir Zeit zu nehmen. Genauer hinzusehen. Mich mehr auf Dinge, Menschen oder Momente einzulassen. Und sie fühlen sich dadurch anders an. Irgendwie bedeutungsvoller, lustiger, entspannter, besonders.

Vanille Joghurt Mousse

Und das ist doch das ganz große Kino im Leben. Die alltäglichen Besonderheiten zu schätzen, sich über die kleinen Dinge zu freuen, die Normalität als besonders zu sehen. Und weil beim großen Kino das Dessert nicht fehlen darf, gibt’s heute eine easy peasy Vanille-Joghurt-Mousse. Mit den letzten regionalen Erdbeeren vom Bauernmarkt und viel lecker Joghurt. Irgendwie quasi gesund! ;)

Vanille Joghurt Mousse

Für 3 große Gläser (ca. 260 ml Inhalt):

150g Vanillejoghurt
100g Naturjoghurt
1 Pkg. Vanillezucker
250ml Schlagobers
125g Erdbeeren
1 EL Amaretto
12 große Amaretti (oder auch andere Kekse eurer Wahl)

1. Schlagobers, Natur- und Vanillejoghurt mit dem Vanillezucker steif schlagen.
2. Erdbeeren waschen, entstielen und mit dem Amaretto pürieren.
3. Amaretti grob zerbröseln und die Hälfte auf die 3 Gläser aufteilen.
4. Jeweils 2 EL Erdbeeren darüber geben, dann die Hälfte vom Vanillemousse darüber schichten.
5. Wieder Kekse und Erdbeeren darauf verteilen, dann mit Vanillemousse abschließen.
6. Entweder gleich essen oder ansonsten ab in den Kühlschrank damit.
7. Zum Servieren mit geriebener dunkler Schokolade bestreuen.

Vanille Joghurt Mousse

Bye bye summer mit {Weinberg-Nektarinen Rosmarin Tartelettes}

Nektarinen Rosmarin TartelettesJedes Jahr freue ich mich aufs Neue auf den Herbst. Ich mag den Herbstnebel, das verfärbte, raschelnde Laub und den Sonnenschein, der um diese Jahreszeit immer eine rot-goldenen Farbe zu haben scheint. Endlich wieder Stiefel und Strumpfhosen anziehen, die (gefühlten) 5327 Kerzen vom letzten IKEA Besuch hervor kramen, mit Kürbissen, Zwetschken, Äpfeln und Birnen neue kulinarische Abenteuer wagen. Und sich irgendwie schon wie verrückt ein klitzekleines bisschen auf Weihnachten freuen…

Nektarinen Rosmarin TartelettesNektarinen Rosmarin TartelettesUnd weil ich mich so verrückt ein klitzekleines bisschen auf Weihnachten freue, habe ich mich in den letzten Tagen schon mal auf meinem Pinterest Weihnachtsboard ausgetobt, die Weihnachtsmusik Sammlung auf spotify erweitert und – wie jedes Jahr – dieses Lied auf meiner aktuellen hinzugefügt. Im übrigen sind es noch 101 Tage bis Weihnachten. Also fast ein Vierteljahr, in dem man sich ganz toll auf Weihnachten einstimmen kann.

Nektarinen Rosmarin TartelettesNektarinen Rosmarin TartelettesUnd deshalb verabschieden wir uns jetzt gebührend vom Sommer und hoffen, dass er nächstes Jahr mehr Zeit hat für uns. Und um ihm das Wiederkommen schmackhafter zu machen, gibt’s heute Tartelettes, mit den letzten Weinberg-Nektarinen vom Wochenmarkt und Rosmarin von Balkonien. Also, wenn das kein überzeugendes Argument ist…

Nektarinen Rosmarin TartelettesNektarinen Rosmarin TartelettesFür 8 Tartelettes braucht ihr:

8 Tartelettes Förmchen (vorzugsweise mit Hebeboden) mit 12cm Durchmesser

2 Packungen Blätterteig
10 Weinberg Nektarinen (funktioniert auch hervorragend mit Weinberg Pfirsichen, die dann aber häuten)
2 kleine Zweige Rosmarin
1 TL Zimt
2 EL Kristallzucker
100g Marzipan
eine handvoll Mandelblättchen
etwas Butter für Butterflöckchen

3 EL Pfirsichmarmelade

Nektarinen Rosmarin Tartelettes1. Backrohr auf 200°C vorheizen.
2. Rosmarin waschen, trocken schütteln und klein hacken. In eine große Schüssel geben.
3. Nektarinen halbieren, entkernen und in feine Scheiben schneiden. Zum Rosmarin in die Schüssel geben.
4. Zimt und Zucker darüber streuen und gut vermischen.
5. Blätterteig ausrollen und 8 Kreise von ca. 15cm Durchmesser ausstechen (ich verwende dazu eine Müslischüssel)
6. Teig in die Förmchen legen und vor allem am Rand gut andrücken.
7. Marzipan grob reiben, am besten direkt in die Förmchen direkt auf den Blätterteig.
8. Nektarinen gleichmäßig in den Förmchen verteilen, mit Mandelblättchen bestreuen und jeweils 5 kleine Butterflöckchen darauf setzen.
9. Ca. 10-12 Minuten backen, bis der Blätterteif schön goldbraun ist.
10. Pfirsichmarmelade in einem kleinen Topf erhitzen und die noch warmen Tartelettes damit bestreichen.
11. Tartelettes in den Förmchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Nektarinen Rosmarin TartelettesNektarinen Rosmarin TartelettesHappy Herbst, ihr Lieben!

Pfirsich-Melba-Kuchen oder “der letzte Bulle” Gedenkkuchen!

Pfirsich MelbaDa sitzt das Fräulein nix ahnend beim Frühstück, isst Pancakes mit dem letzten Erdbeermarmelade, lässt sich die Sonne auf die Nase scheinen und blättert in der Sonntagszeitung. Und auf der vorletzten Seite ein Interview mit Henning Baum. What a Sunday!

Pfirsich Melba“Oh yeah, der letzte Bulle!” Und dann – oh Schreck – sagt der doch glatt “der letzt Bulle ist vorbei!”. Schluß, aus, Ende. Und während dem Fräulein das letzte Stück Pancake fast im Hals stecken bleibt, denkt es sich noch “Wie vorbei? Die letzte Folge war ja wohl kein Ende!”.

Pfirsich MelbaIn Zukunft – so sinniert das Fräulein – keine Montag Abende, an denen spätestens um 19.45 Uhr Zapfenstreich im Büro ist, um ja keine Minute vom letzten Bullen zu verpassen, keine Montag Abende mit dem besten aller Intros und keine Montag Abende, an denen Machos einfach nur super sind.

Pfirsich MelbaAuf den Schock muss ein Kuchen her. Ein 80er Jahre Retro Kuchen. Der Dank Pfirsich-Melba-Eisbecher-Erinnerungen  meiner Kindheit die 80er Jahre einfach so herbeizaubert.
Sozusagen ein letzter Bulle Gedenkkuchen. Den fände Henning Baum sicher auch ganz klasse.

Pfirsich Melba5Aber ohne neue Folge gibt’s für ihn kein Stück davon. Nicht mal ein kleines. Nicht mal ein klitzekleines Krümelchen. Nix.
Hätten wir das auch besprochen, ne!

Pfirsich MelbaFür ca. 24 Stücke Pfirsich-Melba-Kuchen braucht ihr:

eine rechteckige Backform, ca. 22x33cm, mit Backpapier ausgelegt

80ml Öl
150g Zucker
250g griechischen Joghurt
2 Eier
1 TL Vanillezucker
1,5 TL Backpulver
1 TL Natron
240g Mehl
8 Weinberg (Saturn) Pfirsiche
150g Himbeeren
12 Amaretti

Pfirsich Melba1. Backrohr auf 170°C vorheizen.
2. Pfirsiche auf der Unterseite kreuzweise einschneiden und kurz in kochend heißes Wasser legen, dann die Haut abziehen und die Pfirsiche in kleine Stücke schneiden.
3. Mehl, Zucker, Vanille, Backpulver und Natron in einer großen Schüssel vermischen.
4. Eier, Joghurt und Öl mit einem Schneebesen unter die trockenen Zutaten rühren.
5. Teig in die Form geben und glatt streichen.
6. Pfirsichestücke gleichmäßig darüber verteilen und leicht andrücken.
7. Himbeeren kurz abwaschen, dann gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
8. Amaretti mit den Fingern grob zerbröseln und darüber streuen.
9. Ca. 20-22 Minuten backen.
10. Abgekühlten Kuchen mit Minzeblättern und Amaretti dekorieren.

Pfirsich MelbaPfirsich Melba

Mmmhhhittwochs-Glücklichmacher: {Tapioka-Kokos-Pudding mit Himbeercoulis}

Tapiokapudding

Weil das Fraeulein grad auf Urlaub weilt (und heute zu faul ist, die Umlaute in den Text zu kopieren – wisst ihr Bescheid!) und auch grad supergluecklich ist, verraet sie euch ihre aktuellen, liebsten Gluecklichmacher an diesem tollen Mittwoch:

Tapiokapudding1. Diese Knaller-Band, die ich vor ein paar Tagen zufaellig live in der Grafton Street in Dublin gesehen habe. Die CD muss her. Und zwar pronto!

2. Das Lied ist im Original schon ein Wahnsinn, aber in bin hoechst verknallert in diese Version. Guns N’Roses meets Country, Hammer!

3. Pimm’s No.1 Cup! Zum ersten Mal vor 3 Wochen in London getrunken und verliehiebt. Warum hat mir denn das keiner frueher gesagt, dass das so toll schmeckt? Da kann der Hugo ja schon mal einpacken.

4. Potato farls. Yummy, yummy, yummy. Mehr gibt’s da nicht zu sagen.

5. Tapioka-Pudding. Schmeckt wie Urlaub. Sommer, Sonne, Sonnenschein im Glas, sozusagen.

TapiokapuddingUnd der beste Gluecklichmacher ueberhaupt, ist, das Schwesterlein in Irland zu besuchen und sich die Meeresluft um die Nase wehen und die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Das Schwesterlein ist nicht nur ein super Schwesterlein, nein, es kann auch noch 1A kochen und backen.

TapiokapuddingUnd weil sie das ueberhaupt nicht leiden kann, wenn andere Leute in ihrer Kueche herumwerkeln, werde ich bekocht – und bebackt. Mit den tollsten Dingen, zum Beispiel dem Tapioka-Pudding im Glas. Instant summer, sozusagen.

TapiokapuddingUnd der Pudding laesst sich auch ganz ratzfatz zubereiten und schmeckt nicht nur mit Himbeeren toll. Je nachdem, welches Obst gerade Saison hat, einfach das liebste aussuchen, puerieren und oben drauf packen.

TapiokapuddingFuer 2 Glaeser Tapioka-Pudding (à ca.260ml) braucht ihr:

50g Tapioka-Perlen (gibt’s im Asia-Laden)
500ml Kokosnussdrink (z.B. von Alpro)
eine Prise Salz
1 TL Rum (wir haben Captain Morgan verwendet)
1 EL Zucker

eine Handvoll Himbeeren
2 EL grobe Kokosflocken

Tapiokapudding

1. Alle Zutaten in einen grossen Topf geben und unter Ruehren aufkochen lassen.
2. Sobald die Milch kocht, auf kleiner Flamme unter staendigem Ruehren (!) ca. 15 Minuten koecheln lassen.
3. In die Glaeser fuellen und abkuehlen lassen.
4. Himbeeren puerieren und auf die abgekuehlten Puddings verteilen.
5. Kokosflocken ohne Fett in einer Pfanne anroesten und ebenfalls auf die Puddings geben.


TapiokapuddingTapiokapuddingTapiokapudding Collage

Vollkornbrötchen à la {French Baker Boyfriend} aka der “kitchen hero” meiner Schwester

bread rolls(Fast) jeder hat ja so seinen “kitchen hero”, an dessen Ratschlägen man festhält, dessens neues Kochbuch man sofort bei Erscheinung in den Händen halten möchte und der die gelingsicheren, unübertroffen besten Rezepte hat. Bei mir gibt’s da mehrere, deren Bücher zu unterschiedlichen Anlässen zum Nachschlagen herangezogen werden.

bread rollsZum einen gibt es da die fantastische Nigella Lawson, die mit Witz und Charme und ihrer grandiosen Einstellung “man lebt nur einmal, also immer her mit der Vollmilch/Sahne/… – was machen schon ein paar Kilos mehr, wenn man dafür superlecker gegessen hat?”. Hatse recht, irgendwie.  Und wer Bücher mit dem Titel “How to be a domectic goddess” schreibt, hat bei mir ja sowieso schon mal gewonnen. Mit ihrem in Cola gekochten Schinken kann ich mich noch immer nicht anfreunden, aber ihre Torten. Liebe Leute, diese Torten…zum Niederknieen.bread rollsDann wäre da noch die wunderbar sympathische Leila Lindholm mit ihren fabelhaften schwedischen Backrezepten und ihren wundervollen Backbüchern, die zum stundenlangen durchblättern und schmökern und nachbacken einladen. Oder die fabulöse Rachel Allen, die die weltbesten Cookie-Rezepte und mein liebstes Lasagne-Rezept hat. Und deren Bücher immer ein must-have sind.
Oh, und nicht zu vergessen Jamie Oliver. Mein unumstrittener kitchen hero. Liebe auf das erste Kochbuch, oder so. Wenn er sagt, wir essen Vanilleeis mit Olivenöl und Meersalz, dann essen wir Vanilleeis mit Olivenöl und Meersalz. Eine Salatschleuder besitze ich dank ihm auch und ja, ich geb es zu, ich bete das Schneidebrett an, auf dem er seine Zwiebeln hackt.

bread rolls

Und wie der Titel des heutigen Posts schon verraten hat, hat auch meine Schwester ihren kitchen hero. Zum einen Bill Granger – ohne den geht bei ihr nix – und zum anderen Richard Bertinet. Das ist ein franz. Koch und Bäcker, von dessen Existenz ich bis vor zwei Jahren keine Ahnung hatte. Bis er im Backuniversum meiner “kleinen” Schwester aufgekreuzt ist und seither unser aller Brotkonsum auf den Kopf gestellt hat. Wird (von uns) Brot gekauft, wird (von ihr) das Näschen gerümpft ob solcher Frivolität. Man könne das doch ganz easy-peasy selber machen. Schmeckt doch viel besser und gesünder ist es ausserdem. Und dann wird auch schon ratzfatz der Mehlsack hervorgekramt und nach Anweisung von Monsieur Bertinet Brot hergestellt.

bread rollsMal kleine Brötchen, mal ein ganzer Laib, mal gefüllt, mal süss, aber immer nach Anweisung von Monsieur Bertinet und selten in Haushaltsmengen. Ich erinnere mich an vorletzte Weihnachten, an denen wir uns nach dem hundertsten gebackenen Brötchen aufgrund subtropischer Temperaturen im Spaghettitop und kurzer Hose in der Wohnung getummelt haben.

bread rollsUnd eines muss man ihm ja lassen, die Brotrezepte können was. Sie sind in der Tat wirklich grandios. Und weil das Schwesterlein das auch ganz militant vertritt, nennen wir Monsieur Bertinet dann gerne auch mal ihren “French Baker Boyfriend”. Und die Brötchen auf den Fotos habe ich am Sonntag bekommen, als ich zu Besuch gekommen bin. Weil “das gekauft Brot, wie das schon riecht, bist du sicher, dass du das essen magst?”. Hier ist zu beachten, dass die einzig richtige Antwort “Nö” ist, wenn man nicht – wiederholt – mit einem vorwurfsvollen Blick und Seufzer bedacht werden möchte. Ihr seht, der “French Baker Boyfriend” ist gefährlich. Also sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt, wenn ihr demnächst das Mehl kiloweise nach Hause schleppt.

bread rolls

Für 12 Vollkornbrötchen braucht ihr:

ein Backblech, ausgelegt mit Backpapier

300g grobes (!) Vollkornmehl
200g helles Mehl
10g frischen Germ (Hefe)
10g Salz
350g Wasser

1. Die beiden Mehlsorten mischen und die Hefe hineinkrümeln.
2. Wasser und Salz dazugeben und gut durchkneten (am besten mit einer Teigkarte).
3. ACHTUNG: der Teig ise jetzt sehr weich und klebrig, ABER: Teig auf eine unbemehlte (!) Arbeitsplatte geben und weiterkneten, bis er nicht mehr klebt und genügend Luft eingearbeitet ist. Das kann ein paar Minuten dauern.
4. Dann eine Schüssel bemehlen und den Teig hineinlegen. Mit einem Geschirrtuch abdecken und ca. 1 Stunde rasten lassen.
5. Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsplatte geben und in 12 gleich grosse Stücke teilen, jeweils zu einem Bällchen formen, auf ein Backblech legen und abgedeckt ca. 10 Minuten rasten lassen.
6. Nach dem rasten nochmals Bällchen formen, wieder auf das Backblech legen und 45 Minuten rasten lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
7. Inzwischen das Backrohr auf 250 Grad Celsius vorheizen.
8. Die Brötchen oben mit einem sehr scharfen Messer kreuzweise einritzen.
9. Backrohr öffnen, Temperatur auf 230 Grad reduzieren und ca. 100ml Wasser auf den Boden des Backrohrs leeren. ACHTUNG: es dampft ganz gewaltig!
10. Ca. 10 Minuten backen, dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Rezept aus “Brot” von Richard Bertinet.

Das wunderhübsche Geschirr ist übrigens aus dem Dawanda-Shop von hellopetie.bread rolls

{Cheesecake to go} mit Biscuits roses de Reims und Amaretti

cheesecake2goIch mag Lebensmittel to go. Immer gerne den coffee – obwohl eigentlich ein (iced) Chai Latte – und auch sonst fast alles, was sich hübsch in Gläser oder Becher verpacken lässt. Weil man dann die tollsten Dinge, wo man gerade will, essen kann. Den Erdbeerpudding im Weckglas im Zug, den Brownie for one in der Lieblingstasse im Freibad und die asiatischen Kochexperimente in der Bento-Box im Büro.

cheesecake2goBesonders gerne mag ich, wenn es Dinge sind, zu denen man Besteck bekommt. Weil wie hier schon verraten, mag ich es nämlich gar nicht, mit den Fingern zu essen. Ich kann nicht mal genau sagen warum und würde am liebsten sogar Gummibärchen oder Mannerschnitten mit einer Gabel essen. Ich gehöre quasi zur “Lebensmittel to go mit Besteck”-Fraktion und freue mich jedesmal wie verrückt, wenn ich irgendwas neues im Becher to go hab.

cheesecake2goSo wie diesen Cheesecake to go. Der sieht nicht nur wunderhübsch aus, sondern schmeckt auch so. Und man braucht UNBEDINGT einen Löffel dazu. Und überhaupt lässt er sich ganz fabelhaft teilen. Mittwochs mit den Kollegen. Für jeden ein Becher, für jeden ein Löffel. Da gibt’s dann keinen Streit um das größere Stück, nur die Frage nach mehr. Nach mehr Cheesecake to go…und das am besten sofort.

cheesecake2goUnd der cheesecake to go schmeckt auch toll, wenn man ihn nicht mitnimmt, sondern einfach mal zuhause isst. Einfach mal Revoluzzer sein und den cheesecake to go ganz cool auf der Couch löffeln. Und überhaupt…irgendwie musste er ja von Kühlschrank zur Couch kommen, also ist das to go total legitim. Also, ran an die Löffel und los geht’s.

cheesecake2goFür 12 kleine Becher cheesecake to go braucht ihr:

24 Biscuits roses de Reims
48 Amaretti (groß)
500g Mascarpone
250ml Schlagobers (Sahne)
1/2 TL gemahlene Vanille
2-3 EL Staubzucker
300g Himbeeren, Erdbeeren oder Brombeeren (Tiefkühl oder frisch)
1 EL Zucker
1 TL Amaretto

1. Beeren, Amaretto und 2 EL Zucker in einen kleinen Topf geben und erwärmen. Dabei die Beeren vorsichtig zerdrücken (Erdbeeren vorher in kleine Stücke schneiden) und rühren, rühren, rühren. Einmal kurz aufkochen lassen, dann in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen.
2. Jeweils ein Biscuits roses de Reimes mit den Fingern zerbröseln und in einen Becher füllen.
3. Dann jeweils zwei Amaretti zerbröseln und dazugeben.
4. Die Keksbrösel mischen und mit den restlichen Bechern ebenso verfahren.
5. Jeweils einen EL Beeren pro Becher auf den Keksen vereilen.
6. Mascarpone, Schlagobers, Vanille und 3 EL Zucker in eine große Schüssel geben und mit dem Handmixer aufschlagen, bis eine steife Masse (ähnlich geschlagener Sahne) entsteht.
7. Die Hälfte der Masse auf die Becher aufteilen.
8. Wieder jeweils ein Biscuits und zwei Amaretti pro Becher zerbröseln und auf der Creme verteilen.
9. Die übrigen Beeren darauf verteilen und mit der restlichen Mascarpone-Creme abdecken.
10. Zum Schluss noch ein Amaretti oben auf setzen.
11. Deckel drauf und mitnehmen oder gleich löffeln. Ansonsten ab in den Kühlschrank damit.

cheesecake2go

Zum Küssen gut: Himbeer Mojito Cupcakes

Himbeer Mojito CupcakesHeute ist “Tag des Kusses”. Und ich muss gestehen, ich bin nicht sicher, was dieser Tag bedeuten soll. Ist es ein Aufruf zu los knutschen was das Zeug hält? Oder dient er der Verbreitung von Fakten rund ums Küssen? So wie, ein durchschnittlicher Kuss dauert 12 Sekunden oder man bewegt rund 34 Gesichtsmuskeln beim Küssen. Und, nicht zu vergessen, Vielküsser haben eine höhere Lebenserwartung.

Himbeer Mojito Cupcakes

Es gibt sogar eine eigene Wissenschaft, die sich mit der Erforschung des Kusses beschäftigt. Sie heisst Philematologie und das wüsste ich nicht, wäre heute nicht der Tag des Kusses. Wenn ihr also demnächst in der Millionenshow sitzt, ihr wisst Bescheid…

Himbeer Mojito CupcakesPro Kuss verbrennt der Körper ca. 20 Kalorien, sagt die Philematologie. Und wisst ihr was? Somit ist der Himbeer Mojito Cupcake mit 15 Küssen quasi wieder spurlos verschwunden. Ohne Umwege über die Hüften, ganz einfach weggeküsst. Man sollte nur immer darauf achten, neben Cupcakes auch einen willigen Küsser bei der Hand zu haben. Ich bilde mir jetzt also ein, dass das funktioniert. Wäre ja gelacht, wenn nicht. Dann kriegen sie aber was zu hören, die Philematologen.

Himbeer Mojito CupcakesFür 18 weggeküsste Himbeer Mojito Cupcakes braucht ihr:

zwei Muffinsbleche, ausgelegt mit 18 Papierförmchen

195g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Salz
2 unbehandelte Limetten, abgeriebene Schale & Saft
1 gehäufter EL gehackte Minze
130g Zucker
2 Eier
115g Butter
180ml Buttermilch
ca. 200g Himbeeren

1. Backrohr auf 175°C vorheizen.
2. Butter mit dem Handmixer cremig rühren.
3. Zucker und abgeriebene Schale beider Limetten und die Minze unterrühren.
4. Eier einzeln dazugeben und rühren, bis eine homogene Masse entsteht.
5. 3 EL Limettensaft dazugeben.
6. Dann Mehl, Backpulver, Salz und Natron abwechselnd mit der Buttermilch einrühren.
7. Teig in den Förmchen verteilen und die Himbeeren in den Teig stecken. Pro Förmchen ca. 4 Stück.
8. Ca. 15-20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und keine Teigreste bei der Stäbchenprobe hängen bleiben.
9. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Himbeer Mojito CupcakesFür das Frosting braucht ihr:

90g Butter
450g Staubzucker
1/2 TL gemahlene Vanille
Schale von 2 unbehandelten Limetten
150g Frischkäse
rote Lebensmittelfarbe

1. Alle Zutaten (Lebensmittelfarbe nach Bedarf) in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer ca. 5 Minuten cremig rühren.
2. In einen Spritzbeutel füllen und auf den Cupcakes verteilen.
3. Minzeblätter, Limettenscheiben und Strohhalme für die Deko verwenden.

Himbeer Mojito CupcakesBezugsquellen:

Tortenständer von Villa Lotta
Förmchen von Geliebtes Zuhause
Strohhalme von IKEA

Himbeer Mojito Cupcakes

Weil’s auch im Sommer mal regnet: {Triple Chocolate Brownies}

Triple Chocolate BrowniesManchmal im Leben triffst du auf jemanden und du denkst dir, das isser. Der Eine. Derjenige welche. Weil der “Klick” so laut war, dass ihn selbst die schwerhörige Oma nicht überhören konnte. Weil für einen kurzen Moment alles perfekt zu sein schien.

Triple Chocolate BrowniesAber manchmal ist perfekt nicht immer perfekt. Weil das Schicksal andere Pläne hat. Und entgegen aller Widerstände und Schiwerigkeiten und entgegen jeglicher Logik hoffst und glaubst du. Und irgendwann musst du dir eingestehen, das isser nicht.

Triple Chocolate BrowniesUnd dann kommst du an einen Punkt, an dem du das Buch zuschlagen musst, auch wenn du’s nicht ausgelesen hast. Und du schlägst es zu. Mit einem lauten Knall und beobachtest den Staub, den du hochgewirbelt hast. Und merkst, dass es ein ganz wunderbares Gefühl ist und stellst das Buch zurück ins Regal. In die zweite Reihe, weil dauernd sehen musst du es ja auch nicht. Aber ins Regal, weil du irgendwann jemandem davon erzählen wirst.Triple Chocolate BrowniesUnd manchmal hilft dann ein großes Stück Schokoladekuchen. Mit ganz viel Schokolade, mit Schokostückchen und Schokocreme. Chocolate overkill sozusagen. Weil man das manchmal braucht. Weil’s auch im Sommer mal regnet.

Triple Chocolate BrowniesFür ca. 20 Stücke Triple Chocolate Brownies braucht ihr:

eine rechteckige Backform (ca. 23x33cm), ausgelegt mit Backpapier

360g weiche Butter
200g Zucker
1 TL Vanillezucker
100g Honig
eine große Prise Salz
125g Backkakao
6 Eier
180g Mehl
100g dunkle Schokotröpfchen (oder gehackte Schokolade)

1. Backrohr auf 175°C vorheizen.
2. Butter, Vanillezucker und Zucker mit dem Mixer cremig rühren.
3. Honig und Salz dazugeben und den Kakao darübersieben. Vorsichtig (!) unterrühren.
4. Die Eier einrühren.
5. Zum Schluß Mehl und Schokotröpfchen dazugeben.
6. Teig in die Form füllen und ca. 30 Minuten backen. Die Brownies sollten in der Mitte noch schön weich sein.
7. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für die Schokocreme braucht ihr:

70g weiche Butter
35g Backkakao
1/2 TL lösliches Espressopulver
200g Frischkäse
1/2 TL gemahlene Vanille
240g Staubzucker

1. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit dem Handmixer ca. 3-5 Minuten aufschlagen. Nicht zu lange, sonst gerinnt der Frischkäse.
2. Creme auf den Brownies verteilen und ein paar Stunden kühl stellen. Dann wird die Creme ein bisschen fester.
3. Wer mag, kann die Brownies auch gleich verputzen. Dann aber vorsichtig schneiden, weil die Creme noch weich ist.

Triple Chocolate Brownies

 

Ein Träumchen in Erdbeerrot!

ErdbeertörtchenLetztes Mal habe ich euch schon von meinem Lebens-Soundtrack erzählt. Und nicht nur, dass ich gerne einen Soundtrack für mein Leben hätte, ich habe auch immer eine Phasen-Playlist. Weil, man hat ja mal die eine oder andere Phase im Leben…die “von der großen Liebe getrennt”-Phase, die “ich bin total unrund und muss mein Leben ändern”-Phase, die “ich muss mich selber wieder finden”-Phase oder dann auch einfach mal die “voll gestresst in der Arbeit”-Phase. In der bin ich grad und je größer der Stress wird, desto mehr Musik brauche ich. Dann wird auch kein Schritt vor die Tür gesetzt ohne Kopfhörer in der Handtasche. Man weiß ja schließlich nie, wenn man sich mal 5 Minuten in ein stilles Eckchen verkrümeln und Musik hören kann.

ErdbeertörtchenUnd auch für diese Phase hab ich eine Playlist. Eine, die ich rauf und runter höre und manchmal um das eine oder andere Lied erweitere. Und weil ich sie so mag, meine Playlist, werde ich ein paar Songs mit euch teilen.

Ganz gerne höre ich gerade Keri Hilson, bei der man so schön chillen kann. Und Gregor Meyle, in dessen Musik ich mich letzte Woche ein bisschen verliebt habe und der sagt “du bist niemand, der verliert und untergeht!”. Sarah Connor, die diesen Song von Gregor Meyle ganz toll gecovert hat und bei dem ich mir jedesmal denke “ja, verdammt!”. John Legend, der die wohl genialste Liebeserklärung singt und The Common Linnets, die mein Country-Herzchen zum Hüpfen bringen.

ErdbeertörtchenDer immer grandiose James Blunt darf auch nicht fehlen, genauso wenig wie Jewel oder Bruno Mars. Und weil ich für dieses Lied eine kleine Schwäche entwickelt hab, gehört’s auch auf die Playlist. Und wenn wir schon “kess mit dem Schulterblatt’l zucken”, tanzen wir uns den Stress Ricky Martin und Shakira von der Seele.

ErdbeertörtchenUnd weil man Musik alleine auch nicht leben kann, gibt’s dazu Torte. Aber nicht irgendeine Torte, sondern dieses fabelhafte Erdbeerträumchen, die besser als jede Tafel Schokolade beim Chillen hilft.

ErdbeertörtchenUnd ihr, welche Musik hört ihr gerade so?

ErdbeertörtchenFür dieses Erdbeerträumchen braucht ihr:

3 Springformen mit 20cm Durchmesser, Boden mit Backpapier ausgelegt

8 Eier
200g Zucker
2 TL Vanillezucker
200g Mehl
60 g Stärke
2 TL Backpulver

250ml Schlagobers
3 EL Milch
225g Mascarpone
2 PTL Vanillezucker
200g Erdbeeren
100g Erdbeermarmelade

1. Backrohr auf 190°C vorheizen.
2. Eier trennen. Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillezucker mit dem Mixer ca. 3 Minuten hell und cremig schlagen.
3. Mehl, Stärke und Backpulver in einer Schüssel mischen und durchsieben. Nach und nach zur Eimischung geben.
4. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Masse heben.
5. Den Teig auf die drei Formen aufteilen und ca. 20 Minuten backen.
6. Böden auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Dann alle 3 Böden einmal quer durchschneiden umd insgesamt 6 Böden zu erhalten.
7. Schlagobers steif schlagen. Die Milch mit dem Mascarpone und Vanillezucker verrühren. Schlagobers vorsichtig unterheben.
8. Die Erdbeeren waschen, entkelchen und in dünne Scheiben schneiden.
9. Den ersten Boden mit Marmelade bestreichen, dannden zweiten aufsetzen und diesen mit Creme bestreichen und Erdbeeren belegen. Mit den restlichen Böden so weiter verfahren. Zum Schluß die restliche Creme auf dem obersten Boden verteilen und mit Erdbeeren belegen.

Rezept adaptiert von Törtchenzeit.
Erdbeertörtchen